Donnerstag, 16. Oktober 2014

Irland


Irland im Mai


Dieses Jahr Ende Mai haben ich und mein Freund uns an einen Wanderurlaub gewagt, und da man da auch was sehen will sind wir kurzerhand und um es mal auszuprobieren nach Irland gefahren.

Geplant hat das meiste das Team von Hillwalktours. Wir hatten vorher noch keinen Wanderurlaub gemacht und waren auch noch nie in Irland. Der ursprüngliche Plan war auch mal Schottland, aber dort sind die Wege meist etwas länger und schwieriger und nicht ganz so einfach zu erreichen. 
Daher haben wir uns zuerst für einen kurzen, einfachen Weg fast direkt bei Dublin entschieden. Den Wicklow Way durch das Wicklow Gebirge. 
Oben auf dem Foto sieht man den Gedenkstein für den Gründer des Wicklow Ways J.B.Malone an der Stelle an der er fand, dass man die beste Aussicht hatte, auf dem White Hill.

Auch dort gibt es viel zu sehen.

Die mittelalterliche Klostersiedlung St. Kevin bei Glendalough war sehr interessant, sie stammt, wenn ich mich recht erinnere aus dem 13. Jahrhundert oder sogar noch früher. Leider war es zu der Zeit etwas regnerisch, deshalb haben wir nur fleissig Bilder gemacht und sind dann schnell weiter.

Die Wege waren von Hillwalktours sehr gut beschrieben und man hatte meistens auch mindestens zwei Möglichkeiten wie man laufen möchte, eine eher einfache Strecke und eine schwierigere. Die Längen waren etwa bis zu 20 km pro Tag, meistens aber kürzer.

Man läuft am Wicklow Way entlang von Bed&Breakfast (B'n B) zu B'n B, das Gepäck wird während man wandert von Hillwalktours zu dem nächsten transportiert. 

Die Iren sind unglaublich freundlich und hilfsbereit, wir wurden auf Nachfrage überall hin gebracht oder Auskünfte und Ratschläge gab man auch gerne.

Die Iren haben entweder gegenüber mir und meinem Freund sehr deutlich geredet oder sie haben einen verständlichen Akzent. Ich konnte mich mit meinem Schulenglisch überall durchfragen.

In den B'n Bs wurde man immer unheimlich freundlich empfangen und überall gab es rund um die Uhr die Möglichkeit sich Tee zu machen und etwas zu naschen, zweimal sogar direkt auf dem Zimmer.

Das Wetter war leider etwas launisch, aber wenn ich die Einheimischen richtig verstanden habe, ist das in Irland oft der Fall. Der Boden ist in Irland unheimlich feucht, man sollte sich also Wasserdichte Schuhe mitnehmen, da man sonst schnell mal nasse Füsse hat. (Weg? Das ist kein Weg das ist ein Fluss!)



Es gab aber auch sehr schöne Tage, sogar so hell, dass ich direkt mal Sonnenbrand gekriegt habe. Aber ich hatte immerhin noch ein After Sun Fluid von Sundance dabei, deshalb war es nicht ganz so schmerzhaft nur etwas wie ein roter Waschbär. 

Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, von Bergen über Wälder und Felder mit freilaufenden, bunten Schafen bis zum Meer ist alles dabei.
Der Powerscourt Wasserfall, den höchsten Wasserfall Irlands, hat man auch sehr gut gesehen. Auch wenn er von weit oben irgendwie kleiner aussieht als ich ihn mir vorgestellt hatte.

Das Essen ist gut und es gibt viele Sachen die man nicht unbedingt als typisch irisch einstufen würde. Nudeln, Schweinemedallions und so weiter. Das Frühstück morgens war reichhaltig und lecker und von den Gastgebern frisch zubereitet. Einmal wurde mein Toast in kleine Männchen ausgestochen um ihn besser in das weiche Ei tauchen zu können, das war echt klasse.


Auch Herrenhäuser gab es anzusehen, hier die Powerscourt Estate. Also fast alles was das Herz begehrt. 
Am Ende haben wir noch einen Extratag in Dublin angehängt, um uns die Stadt anzuschauen. Hillwalktours sind insofern total flexibel, man kann immer und überall mal einen Tag Pause machen oder andere Sachen einplanen, genauso wie man gerade möchte.

In Dublin habe ich mir natürlich die Einkaufsstraße angesehen (und die neuesten Staffeln Downton Abbey und Sherlock Holmes mitgenommen), als auch das Trinity College und das Schloss, natürlich das Guiness Storehouse, sowie die mittelalterlichen Befestigungen. Dazu hat mir mein lieber Reiseführer Irland von Lonely Planet sehr geholfen. 

Zwischendurch gabs noch bei Queen of Tarts leckere heisse Schokolade und einen Brownie. Essen kann man auch in Irland überall besorgen. Die Supermärkte haben sogar Sonntags auf und auch wenn sie klein sind eine ausreichende Auswahl an Obst, Getränken, Sandwiches und Süsskram.

Dann ging leider schon wieder unser Flug, den wir noch gerade so erwischt haben.

Insgesamt war der Urlaub sehr toll und wahrscheinlich auch sehr gut für die schlanke Linie. 

Meine Schwester hat letzten Monat bereits Schottland getestet und ist ein Teil des West Highland Way gelaufen. Den nehmen wir auch noch in Angriff oder vielleicht auch den Rob Roy Way. Bald gibt es auch noch England und Wales im Angebot, das ist auch sehr interessant.

Wanderurlaube werden wir aber auf jeden Fall wieder machen, man sieht Natur, lernt die Leute kennen und hält sich dabei noch fit. Was will man mehr?

Würdet ihr eher nach Irland oder eher nach Schottland? Und mögt ihr Wandern oder liegt ihr lieber irgendwo rum und macht Wellness, oder macht eine Shoppingtour durch Städte?

Kommentare:

  1. Rumliegen im Urlaub? Nie und nimmer :) Ich liebe wandern, und im Urlaub muss ich immer in Bewegung sein.
    So schön, deine Reise, jetzt mag ich auch. Ich wollte ja schon vor Jahren immer mal nach Schottland, weil mir ein Freund erzählte, er würde dort immer für eine Woche im Jahr wandern. Alleine, und auch ohne B&B. Er hat immer in den sogenannten Bothies übernachtet, diese Hütten aus Stein, die sonst außer einem Feuerplatz nichts drin haben. Würde ich ja auch mal gerne machen.... Allerdings ist mein Wunschtraum in Pays Cathare zu wandern, da sist in Frankreich. Mein Freund hat mir soooo viel davon erzählt, und ich hoffe sehr daß ich im nächsten Jahr dazu komme, in dieser Gegend zu wandern. Allerdings fahren wir mit einem Van, das heißt, wir stellen uns irgendwo hin, wandern in der Gegend den ganzen Tag und kehren dann zum Auto zurück.
    Toller Eintrag :)

    Liebe Grüße,
    Sandra

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    1. Huhu Sandra,
      Danke erstmal für das Lob. Diese Hütten hab ich am Wicklow Way auch gesehen, war aber keiner drin, als wir halt gemacht haben. Das Übernachten ist aber auch da problemlos möglich.
      Ich mag immer ganz gerne eine Dusche oder irgendwelches fliessendes Wasser zum Waschen am Ende von einem Tag mit Wandern, mit dem Auto oder Schlafsack ist man aber natürlich ungebundener :).

      Pays Catare hat mir nichts gesagt, dann hab ich es mal gegoogelt. Man das sieht auch sehr schick aus. Und bestimmt ist es da auch länger im Jahr schön genug zum Wandern. Ich wünsche dir, dass du das bald schaffst und vielleicht auch etwas davon erzählst. Das würde mich nämlich auch echt interessieren. Allein die Frage ob ich da die Berge hoch kommen würde oder mich auspolstern muss, weil ich runter rolle ;).

      LG
      Maike

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